Quo vadis, Medien?
Kürzlich haben viele Blogger eine Mail der Tageszeitung “Die Presse” erhalten. Diese Zeitung hatte vor einigen Monaten die tolle Idee, täglich einen Beitrag eines Bloggers in der Zeitung in der Spalte “Fangnetz” abzudrucken. So sind durchaus einige Beiträge von “Liberal in Austria” in der “Presse” erschienen. Nun teilt uns die “Presse” mit, dass das tägliche Fangnetz nur mehr zu einem “wöchentlichen” Fangnetz wird. Einen Blogbeitrag pro Woche - Das heißt umgesetzt: Alle paar Monate oder Jahre wird ein Blog in den Genuss kommen, in die Spalte zu kommen. Im Grunde genommen sind Blogs in österreichischen Medien wieder komplett nicht mehr existent.
Interessant ist die Begründung: Es mangle an qualitativen Beiträgen in den Blogs.
Das verwundert, hat doch das “Fangnetz” eigentlich die besten deutschsprachigen Blogger aus Österreich und Deutschland vereint. Bei der Medienaufmerksamkeit geht es gar nicht um etwa das Gewinnen von mehr Lesern: Es wurden eigentlich kaum neue Leser durch “Presse-Artikel” gewonnen. Es geht hier viel mehr um Aufmerksamkeit und das Beachten des Blogtums, wo durchaus höchst talentierte Schreiberlinge einen wertvollen Beitrag zur Ausbildung der Demokratie in der Alltagskultur leisten.
Anstatt das Projekt derart zu verkleinern und mit einer etwas komischen Ausrede zu argumentieren, wäre es wohl seitens der “Presse” ehrlicher gewesen, zu sagen: Wir haben keinen Platz mehr für euch!
Aber es ist immer schwer, reinen Wein einzuschenken.
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schau mal ins StudiVZ
Im Grunde genommen sind Blogs in österreichischen Medien wieder komplett nicht mehr existent.
da hab ich gestutzt. blogs sind in meinen augen heimische medien
“da hab ich gestutzt. blogs sind in meinen augen heimische medien ;)” –> Ja, auch Blogs sind Medien … und wenn sie von heimischen betrieben werden, dann sind sie eben heimische Medien … oder so
Ich musste bei der Mail mal lachen … natürlich wegen der Begründung. “Kaum mehr hochwertige Artikel” … looool
Aber wenn das Prinzip Blog in einem Printmedium funktionieren soll, dann muss man sich eben darauf einlassen. Wenn man, wie ich den Anschein bei der Presse habe, davon ausgeht, dass Blogger eh nix anderes als Leserbriefschreiber sind, dann wird man die Artikel der Blogger auch auf die Leserbriefseite knallen. Aber das funktioniert dann halt stilistisch nicht richtig … denn, erraten: auf der Leserbriefseite kommen nur echte Leserbriefe gut an
Aber andererseits: Auf meinem Blog brachte mir die Veröffentlichung bei “Die Presse” von Postings so gut wie gar nix (max. 2 User) … persönlich vllt. das nette Gefühl, in einer von Österreichs ältesten Tageszeitung vertreten zu sein … das war es dann aber auch schon … das Projekt der Presse war nett, aber vllt. im “Thema” ein Wenig verfehlt … dennoch: keep cool, kein Grund zur Aufregung