Die stramme Susi
Gegen die stramme Susi ist der HC Strache ein Weichei. Selbst Mölzer und Stadler verblassen neben der strammen Susi und entpuppen sich im Vergleich dazu noch als harmlosere Mannen. Denn die Susi ist stramm. Richtig stramm. Strammer als stramm. Die stramme Susi hat nämlich als FPÖ-Kandidatin für die Grazer Gemeinderatswahl die Grazer FPÖ zur rechtesrechtesten FPÖ der FPÖ gemacht. So ist die Susi bekannt dafür, von den “Negern” zu philosophieren, und über ihre diversen “Eigenheiten”. Interessantes kann man dazu im Internet lesen:
Bürgermeister Siegfried Nagl hat sogar eine Negerin in seinem Gemeinderat“, schrie Susanne Winter, freiheitliche Spitzenkandidatin für die Gemeinderatswahlen, kürzlich in die spärliche Zuschauermenge am Grazer Tummelplatz.Im Interview auf der selben Seite weiß sie von der “Genetik” der “Neger” zu berichten:
Ohenhen: Das ist gelogen. Sie versuchen bewusst, einen Keil zwischen weiße und andersfärbige Österreicher zu treiben. Deshalb passiert es, dass ich aus einem Lokal geworfen und als „Neger“ beschimpft werde.
Winter: Ich geben Ihnen eine provokante Antwort: Da ist etwas in Ihren Genen, das Sie noch nicht verarbeiten konnten. Sie können nichts dafür, weil erst jahrtausendelange Tradition bewirkt, dass man die eigene Tradition verarbeiten kann. Ich glaube, das kann nicht der Vorwurf sein, dass man Sie aus einem Lokal geworfen hat.
Ohenhen: Was ist in meinen Genen? Ich habe gelesen, dass es keinen Unterschied zwischen Schwarzen und Weißen gibt.
Winter: Sie wissen, dass Tradition, dass alles, was sich mit einer gewissen Menschenschicht in der Geschichte abgespielt hat, als Transformation in den Genen weitergegeben wird. Sie haben dadurch automatisch zu wenig Selbstbewusstsein und zu viel Hoheitsdenken der anderen Hautfarbe gegenüber in sich, deshalb sehen Sie das so. Es hat niemand etwas gegen eine andere Hautfarbe. Ich bin Juristin und kann zu dem Fall, dass Sie aus dem Lokal geworfen worden sind, leider nichts sagen, wenn ich die andere Seite nicht gehört habe.
Wenn Herr Ohenhen aus einem Lokal geworfen und als „Neger“ beschimpft wird, dann liegt das an seinen Genen?Winter: Nein, ich sage nur, dass ich zu diesem Vorfall nichts sagen kann.
Ohenhen: Von welchen Genen reden Sie? Von deren Genen oder von meinen?
Winter: Von beiden, in beiden wird die Historie transformiert.
Ohenhen: Was verlangen Sie von mir, soll ich mich ausbleichen?
Winter: Das meine ich: Sie haben gewisse Ressentiments aus Ihrer Vergangenheit, weil Sie immer auf Ihrer Hautfarbe herumhacken. Mich interessiert Ihre Hautfarbe nicht.
Die stramme Susi wäre aber nicht stramm, wenn sie ihre Strammheit nicht weiter ausdehnen würde:
Heftige Attacken ritt sie gegen den islamischen Propheten Mohammed, dieser hätte ein sechsjähriges Mädchen geheiratet und wäre “im heutigen System” ein “Kinderschänder“, so Winter.
Weiters bezeichnete sie Mohammed als “Feldherren”, der den Koran in “epileptischen Anfällen” geschrieben hätte. Der Islam sei ein “totalitäres Herrschaftssystem” und gehöre “dorthin zurückgeworfen, wo er hergekommen ist, hinter das Mittelmeer”, so Winter, die auch gegen Bettler wetterte.
Unfassbar.
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Wenn man jetzt nur die Aussagen über Mohammed betrachtet - dass er als Feldherr Kriege mit tausenden Toten geführt und ein Mädchen im Kindesalter geheiratet hat ist m.W. historisch belegt.
*Seufz*
@ FritzLiberal
Sie haben offenbar nicht begriffenm, welche Tragweite die Aussagen der Frau Winter haben, oder? Hier geht es nicht um historische Fakten, nicht einmal um Religionskritik. Hier hat eine Provinzpolitikerin die religiösen Gefühle aller halbwegs gläubigen Moslems nicht nur verletzt, sondern zu Boden getreten und dann drauf uriniert. Ganz unabhängig vom historischen Mohammed ist der “religiöse” Mohammed für alle gläubigen Mulsime DAS Vorbild an Tugendhaftigkeit und guter Lebensführung schlechthin.
@lindwurd: wenn die historischen Fakten stimmen, kann es allerdings mit der Tugendhaftigkeit des Religionsgründers nicht weit her sein.
es gibt eine simpsons folge in der lisa das echte bild von jebediha nicht herstellt, weil es darauf zu diesem zeitpunkt nicht mehr ankommt. ich denke das trifft es.
selbst wenn das historische fakten sein sollen , würde das also keine rolle spielen, weil das nicht das gelebte bild der heutigen muslime insbesondere in europa/österreich ist.
diese heutige attacke war auch kein historischer aufklärungsunterricht, sondern eine fremdenfeindliche hetzerei um ressentiments gegen muslime zu schüren und zu instrumentalisieren. (ich habe keine ahnung, ob die behauptung überhaupt stimmt. aber ein bisserl sehr viel skepsis sei erlaubt- es gab und gibt einen haufen interessen, das so darzustellen, die über jahrtausende hinweg bis heute wirken. afaik ist noch nichtmal sicher, dass jesus gelebt hat, da wäre ich mit solchen detailfragen doch wirklich sehr, sehr, sehr vorsichtig. ich bin ehrlich gesagt auch nicht bereit, mir historischen aufklärungsunterricht mit moralischem zeigefinger von einer partei geben zu lassen, die als rechtes sammelbecken nach dem ende nazideutschlands entstanden ist.)
für den ausbruch der frau winter auch nur ein wort des verständnisses aufzubringen, erscheint mir völlig ungeheuerlich. fritz, ich wusste ja, dass ich mit dir nicht viele gemeinsamkeiten habe, aber ich hätte doch gehofft, dass ich keine rechtfertigung für die entgleisungen rechtsrechter lokalpolitiker anhören muss, die religionsgründer als kinderschänder beschimpfen und schwarze heutzutage noch als neger bezeichnen.
aber ok, es fügt sich also fotan in mein bild von dir. der letzte funken respekt verspielt.
ps: darum gehts: http://de.wikipedia.org/wiki/Aischa_bint_Abi-Bakr#Aischas_Alter_bei_ihrer_Heirat 6 jahre ist also die bösartigste interpretation von etwas, das so “klar und deutlich” überliefert ist, dass sie auch 26 jahre als gewesen sein könnte. übrigens zu einer zeit als man durchschnittlich 35 jahre alt wurde.
aber wie gesagt, es spielt eh gar keine rolle.
@Tom Schaffer: ich entschuldige mich aufrichtigst dafür, hier Fakten gepostet zu haben. Falls die Information, dass Mohammed eine 6-jährige geheirat hat, nicht der Wahrheit entsprechen sollte: nun, danke für das Update, ich habe kein Problem, neue Erkenntnisse anzunehmen. Ich denke allerdings, dass die Information, dass Mohammed Heerführer war, sehr wohl der Wahrheit entspricht.
Wo ich allerdings etwas von Jesus oder “Negern” geschrieben haben sollte, entzieht sich meiner Kenntnis. Die ganze Aufregung erübrigt sich also. Und Frau Winter ist mir genauso wurscht wie alle Politiker.
die Frau Winter ist untragbar! Vor allem wenn ich an das Falterinterview denke.
@FritzLiberal: du solltest dir mal dringend dieses da reinziehen: http://www.youtube.com/watch?v=eLuXy8B1iYI
@Fritzliberal:
Deine Meinung hier angesichts einer Volksverhetzung ist mehr als beschämend. Deine Meinung ist nicht nur gefährlich, sondern auch fern jeder historischen Authenzität. Selbstverständlich war Mohammed ein Feldherr. Dass er aber eine 6-jährige geheiratet hat, ist äußerst umstritten. Führende Religionswissenschaftler gehen davon aus, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine 26-jährige Frau gehandelt hat.
Dass du nicht in der Lage bist zu begreifen, dass es Frau “Neger-Genetik” Winter nicht darum geht, Historikerin zu spielen, sondern Rassismus und Rechtsextremismus (Ja, das ist es!!!) zu verbreiten, und auf extremste Art und Weise gegen eine Religionsgruppe zu hetzen, ist erschreckend und lässt mich nichts anderes als Tom recht zu geben: Für Menschen wie dich kann ich keinen “Respekt” empfinden.
Immerhin wird mittlerweile wegen Verdachts auf Volksverhetzung strafrechtlich ermittelt.
Wäre ja ein guter Anfang, denn meiner Meinung nach gehört FPÖ/BZÖ schon länger verboten. DIese Parteien sind eine Gefahr für unsere Demokratie. Nichts gegen rechtskonserative Parteien mit halbwegs Anstand, aber die genannten Parteien sind schon oftmals fern des Rechtsstaates gewesen.
Eventuell wäre es also klüger, dich von “Fritzliberal” in “FritzPhantom” umzubenennen, denn das würde es besser treffen.
@Relator:
Richtig, verbieten wir Parteien mit anderer Meinung, die braucht ja eh keiner!!!! (So richtig *liberal* wäre das!)
@Relator: Verbieten bringt nichts. Die gründen einfach ne neue Partei und haben danach mehr Zulauf als zuvor.
@FritzLiberal: Ja, er war ein Feldherr. Aber wenn du glaubst, dass es beispielsweise im Christentum um so viel netter zuging, dann würde ich dir einmal die Lektüre des Buches Josua aus dem Alten Testament empfehlen. Die dort beschriebenen Metzelorgien stehen den brutalsten Stellen im Koran in nichts nach.
@ Lindwurm
Regen Sie sich auch dann auf, wenn die Gefühle der Katholiken auf ähnliche Art und Weise verletzt werden, oder gilt ihr Mitleid nur dem Islam?
@Tom Schaffer
Dass Mohammed eine 6-Jährige geheiratet und mit ihr Geschlechtsverkehr vollzogen hat, als sie 9 Jahre alt war, ist das feste Bestandteil islamischer Überlieferung. Im Iran dürfen heute
10-jährige Mädchen legal verheiratet werden und sogar in der Türkei ist 14 Jahre das Mindestalter einer Braut, da man auch in einem angeblich “laizistischen” Land auf die islamische Tradition Rücksicht nehmen muss
@10: volksverhetzung ist keine meinung, es ist ein verbrechen.
@13: es ist kein bestandteil islamischer überlieferungen. zumindest nicht europäioscher muslime.
siehe hier und die anderen muslimiuschen reaktionen auf diesen unerhörten mist: http://derstandard.at/?id=3181591
das problem in manchen islamischen ländern soll dadurch nicht kleingeredet werden - das ist aber nicht thema des grazer gemeinderats wahlkampfs.
@Relator: welche “gefährliche” Meinung soll ich deiner Meinung nach denn haben? Dass Mohammed, wie du selbst geschrieben hast, ein Feldherr war und somit für den Tod von tausenden Menschen verantwortlich war? Was die Frau Winter sonst absondert, ist mir wie gesagt wurscht. Nichts läge mir ferner, als das zu verteidigen.
@udos: wo habe ich geschrieben, dass es im Christentum netter zuging?
Ich glaube allgemein, dass einige hier ihre Emotionen nicht im Griff haben und deshalb meine Beiträge absichtlich missverstehen wollen. Kommt wieder runter.
Hallo FritzLiberal….
Man hätte dich vorwarnen sollen ! Dies (hier)ist ein unerträglicher linker Studentblog, es ist sinnlos hier zu posten .
mfg
ritro
@Ritro: Du bist wirklich ein trauriger Knopf! Alles, was nicht deiner Meinung entspricht, ist “unerträglich links”, was ja auch bedeuten muss, dass deine Ansichten weit, weit rechts sind (also meistens ohne Hirn, Herz, und Verstand), besonders lustig aber auch, gleichzeitig zu posten, obwohl man es sinnlos findet, hier zu posten.
Lachnummern sind eben Lachnummern.
@fritzliberal,
dass einige hier angeblich “ihre emotionen nicht im griff haben”, liegt daran, dass du offensichtlich gewillt bist, den kontext der in philips beitrag zitierten sager zu ignorieren. wenn ein dermaßen umstittener, provokanter scheissmist von einer rassistische, volksverhetzenden fpö-politikerin kommt, dann is es einfach ein bisserl heikel, wenn einer antanzt und der gurke auch noch recht gibt.
zumal das keineswegs historisch so unumstritten ist, was du hier als fakten vermutest.
@relator: ja…ja,natürlich…du Witzbold ! War doch nur als Kurzmitteilung an FritzLiberal gedacht. So, finito…schade um die Zeit (für diesen linken Schwachsinns-Blog).
@ritro: Du musst ja ein armer Zeitgenosse, wenn du deine Zeit mit solchen Beiträgen totschlagen musst…
@Tom Schaffer: ich habe nach deinem Beitrag bereits akzeptiert, dass es offensichtlich zum Alter von Mohammeds Frau bei der Eheschließung divergierende Lehrmeinungen gibt. Ich gehe davon aus, dass man sich unter zivilisierten Menschen zu diesem Thema austauschen kann, ohne in wilde Emotionen zu verfallen. Dass Mohammed allerdings Feldherr war und Kriege geführt hat, ist historisch unumstritten.
[...] ist böse. Böse, weil es Frau Winter gibt, die ganz parteilinientreu gerne über Muslime schimpft (und über schwarze Gene fantasiert). Und zwar aus politischem Kalkül, und ich vermute auch aus Überzeugung. Beides ist auf seine Art [...]
[...] war böse. Böse, weil es Frau Winter gibt, die ganz parteilinientreu gerne über Muslime schimpft (und über schwarze Gene fantasiert). Und zwar aus politischem Kalkül, und ich vermute auch aus Überzeugung. Beides ist auf seine Art [...]
@FritzLiberal: Du hast nirgends geschrieben, dass es im Christentum netter zuging. Ich wollte damit nur aufzeigen, dass Mohammed in dieser Sache ein Kind seiner Zeit war, in der solche Dinge leider alltäglich waren. Von daher ist es für mich unverständlich, wenn man versucht nur ihm daraus einen Strick zu drehen, wie das Frau Winter gemacht hat.
Und das Christentum hat bei Kreuzzügen, Hexenverbrennung und ähnlichen Morde am Gewissen. Wo ist die Aufregung, wenn sich die Kirche heutzutage als “Moralinstanz” aufspielt?
Alles verlogen das ganze! Wer die Aussagen von der durchgeknallten Tante auch nur zu 1 Prozent verteidigt, hat was anderes im Sinne als “historische Wahrheit” zu verbreiten. (Was ja bei geschichtlichen Figuren wie Mohammed oder Jesus Christus immer ganz einfach ist…
@tintifax: ach ja? Nun, dann muss wikipedia auch “anderes im Sinne haben als historische Wahrheit zu verbreiten”. Zumindestens die Tatsache, dass Mohammed ein Feldherr war, und die Überlieferung (eine von mehreren), dass Mohammed ein Kind geheiratet hat, findet sich dort auch.
Übrigens, zum Christentum gibt es einen köstlichen Film, “Das Leben des Brian”. Großartig, Jesus und seine Jünger werden richtig kräftig verarscht und als Idioten dargestellt. Bin gespannt, wann ein ähnlicher Film über Mohammed und den Islam in die Kinos kommen wird. Ach, ich vergaß, Theo van Gogh fällt als möglicher Regisseur ja leider aus …
[...] Die stramme Susi und Die Ausländerhasser hinter den Bergen auf LiA [...]
@2: Mit Ihrem Argument wäre jede Straftat zu legitimieren, sofern sie unter dem Deckmantel welcher Religion auch immer geschieht. Das hieße in weiterer Folge, dass Scientology nicht mehr vom Verfassungsschutz beobachtet werden dürfte, bzw islamistisch motivierte Terroristen nicht mehr verfolgt/bestraft werden sollten, da das ja - aus deren Sicht - im Sinne ihrer Religion ist.
@9: Was “führende Religionswissenschafter” sagen wäre in einer objektiven, rationellen Welt relevant, nicht aber im Islam, da jede Koranexegese als schwere Sünde angesehen wird, da diese ja in Frage stellt, dass der Koran von Allah verkollmnet gesandt wurde. Mohammed ist nicht umsonst in deren Verständnis “nur” der Prophet, also der Verkünder. Deshalb wird Seitens der Muslime ja auch oft betont, dass der Koran ausschließlich in arabischer Sprache korrekt wiedergegeben werden kann, da jede Übersetzung auch schon als Verfälschung Allah’s Wort ausgelegt wird.
Du hast recht mit den Emotionen Fritz! Ich glaube (außer ritro) stimmen wir überein, dass die Winter nur Schwachsinn redet und die anderen deinen Post gehörigst missverstanden haben. Das Problem liegt übrigens an der Aufmerksamkeit, die solch einer Frau gewidmet wird. Titelblatt in der TT, am Standard etc. und nicht im Bund Politik! Der Innsbrucker Politologe, den du Tom in deinem Blog zitierst stimmt mir in diesem Punkt überein. Lies dir den ersten Beitrag nochmal ganz nüchtern durch Tom und du wirst sehen, dass Fritz nichts falsches geschrieben hat. Auch ich bin an historischen FAKTEN interessiert, nicht wegen der Winter sondern wegen des Wissens an sich. Und dass in diesem Blog wohl alle wissen dass es im Christentum auch schiarch zugeht ist doch klar denke ich. lg aus Innsbruck, JH.
@tom schaffer
liberal in austria heisst offensichtlich liberal beschränkt auf austria.
eine in form und inhalt inakzeptable ansprache einer uninteressanten regionalpolitikerin ist nichts anderes als ein nachplappern der vielen islamfeindlichen beiträge in populären blogs (u.a. http://www.pi-news.net/2007/09/das-problem-liegt-im-koran/).
greifst du auch blogs oder institutionen an, die solchen mist propagieren, oder hast du effektiv dieses neandertalermässig eingeschränkte feindbild “nur politiker sind böse, insbesondere die blauen und orangen”?
meine kommentare zeigen immer wieder, dass ich mich ganz klar gegen blau und orange ausspreche, ja ich stütze auch das anliegen von @relator , die demokratiefähigkeit dieser parteien in frage zu stellen.
andererseits sehe ich einen groben fehler liberaler menschen darin, insbesondere den islam nachhaltig zu verteidigen, der heute die eindeutig mit der grössten unfreiheit behaftete montheistische religion darstellt.
daher sage ich: wer nicht auch institutionen a la pi-news und weiters unfreie religionen kritisiert, kann wohl kaum als liberal gelten.
sowohl ich als auch philip sprechen uns klar gegen PI aus. und gegen autoritäre tendenzen in religionen auch. als agnostiker sowieso.
zB: Meine Beiträge über PI
philip und ich, wir sind uns ja recht oft nicht einig, aber bei diesen dingen eigentlich schon. nicht umsonst haben wir einst ja auch (zusammen mit georg und philipP) das blog sosabendland.at gemeinsam gestartet, dass gegen jede art von intoleranz gerichtet ist …
kroski, ich glaube du verstehst etwas falsch. Wir verteidigen den Islam nicht nachhaltig. Wir stellen uns bloß gegen hetzerische, friedensgefährdende Aussagen wie sie eben Susanne Winter losgelassen hat. Wenn Susanne Winter sagt, Mohammed war Kinderschänder weil er eine 6jährige geheiratet hat, dann gibt sie einabsolut nicht eindeutig belegtes Ereignis als Tatsache aus und wir stellen das klar, in dem wir nachforschen und herausfinden dass es eben mehr als nur eine Version von Mohammed und seiner Frau gibt. In welche Kerbe die Winter da prescht ist aber eh klar, ihr Sohn hat einen Brief an den Grazer Bgm Nagl geschrieben, mit der Bitte (sinngemäß) er möge doch eine Herde Schafe in den Stadtpark treiben lassen um Frauen vor muslimischen Männern zu schützen. So etwas ist indiskutabel.
Wenn wir schreiben, dass der Islam prinzipiell nicht das Monster ist, zu dem manche ihn machen wollen, heisst das nicht gleichzeitig, dass er deswegen kritikresistent ist. Na klar gibt es Probleme in vielen islamischen Staaten, möglicherweise hat diese Religion eine wirkliche Aufklärung verpasst. Aber das ganze ist komplexer, wir müssen mittlerweile auch zwischen dem Islam in- und ausserhalb Europas differenzieren. Es gilt vieles zu beachten, und genau deswegen ist Schwarzweißmalerei (im Falle von Susanne Winter eher Braunmalerei) fehl am Platze.
Auch Agnostiker wissen, dass das Vermitteln zwischen zwei Religionen für die Beteiligten keine leichte Sache ist, zumal speziell Christentum und Islam eine kriegerische Vergangenheit teilen und lange kein echter Dialog stattfand. Es kann uns daher nicht darum gehen irgendeine von beiden zu verteidigen. Was wir verteidigen wollen ist das konstruktive Gespräch, dass zu einem besseren Miteinander führen soll. Dazu zählt auch Kritikfähigkeit, doch der Stuß von Winter hat damit einfach nichts zu tun. Es ist keine Kritik, es ist keine Meinung, es ist bloße und gefährliche Provokation um politisches Kleingeld zu generieren. Wie bereits bemerkt, aber nicht beachtet wurde, bewegen wir uns schon wieder eher in der Meinungsfreiheitsdebatte.
Und das ist eben nicht richtig so. Wenn jemand mit derartigem politischen Hintergrund (und selbst wenn es diesen nicht gäbe), eine zentrale Figur einer anderen Religion derart attackiert - der Vergleich mit dem Leben des Brian hinkt da gewaltig, arbeitet Monthy Python doch offensichtlich mit absichtlich überzogenen Gags und nicht dem Krempel aus der untersten Schublade - dann ist es keine Kritik, dann ist es keine Meinung, selbst wenn ihre Parteigenossen sie als solche “in überspitzter Weise” darstellen wollen. Punkt. Damit ist genug gesagt.
Und damit lasst uns zum Thema zurückkehren, nämlich wie man solchen destruktiven Kräften entgegenwirken kann.
@Georg Pichler: es ist schon richtig, die Monty Pythons haben Jesus nicht als Verbrecher dargestellt, sehr wohl allerdings als ziemlichen Idioten. Falls jemals ein Regisseur auf den Gedanken verfallen sollte, einen ähnlichen Film über Mohammed zu drehen, sollte er sich besser nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen. Siehe Mohammed-Karikaturen.
Hier ist übrigens ein vernünftiger Artikel zu diesem Thema:
http://derstandard.at/?url=/?id=3187278
@FritzLiberal: Monty Python haben Jesus nicht als Idioten dargestellt, sondern als predigenden Menschen. Jesus selbst wird in “Life of Brian” in keinster Weise lächerlich oder beleidigend dargestellt, lediglich die Hauptfigur, Brian Cohen. Dass einige geistig beschränkte Christenfundis Brian schon mal mit Jesus selbst verwechseln (obwohl Jesus für aufmerksame Christenfundis als solcher leicht erkennbar sein sollte, nachdem diese Figur Teile der Bergpredigt rezitiert), das ist die subtile Provokation, die Monty Python so genial machte.
@georg pichler
danke für diese ausführliche antwort.
“…Damit ist genug gesagt.”
einverstanden!
@35
nein, das ist ein ganz schrecklicher kommentar mit viel viel broderismus, dubiosen angstmach-andeutungen (migration zur hinterhältigen islamisierung europas), einer sprachlichen vermischung von islamismus und islam (”völlige verschmelzung von politik und religion”
und zahlreichen halb- bis unwahrheiten (”kein land nahm freiwillig den islam an” - erstes spontanes gegenbeispiel ist da übrigens österreich). der autor macht auch keinen unterschied zwischen europäischem und orientalischem islam. und irgendwie vergisst er auch drauf hinzuweisen, dass die 6-jahre-geschichte einfach nicht so fix ist, wie er das darstellt.
das ist der typische neurechte mist. schaut unheimlich besonnen und vernünftig aus, ist aber in wahrheit nur PI im pelzmantel…
@Tom Schaffer: du willst jetzt aber nicht behaupten, dass in einem mehrheitlich islamischen (nicht islamistischen) Land sich die Religion komplett aus der Politik heraushält? Und, um deinen logischen Einwand gleich vorwegzunehmen: ja, das Christentum tat und tut dies ebenso. Ebenso abzulehnen.
Übrigens, wenn ich die gleiche Argumentation wie du verwenden würde, dass jede pointierte Kritik am Islam und an Mohammed gleich Rassismus und Verhetzung sei, könnte ich dich wegen deiner “Broderismus”-Bemerkung jetzt als Antisemiten bezeichnen (was ich dezidiert NICHT tue, da ich eine etwas differenziertere Sichweise vorziehe).
@michael76: stimmt schon alles, es wird aber eben in diesem Film “subtil” dargestellt, dass die ganze Geschichte um Jesus mit seinen Jüngern und seiner Kreuzigung in Wirklichkeit nicht ihm, sondern dem geistig minderbemittelten Brian passiert sei. Versuch einmal, eine ähnliche Story über Mohammed und den Islam zu verbreiten. Viel Spaß.
@fritz: nein das kannst du mir nicht vorwerfen, denn es is mir völlig wurst, welcher religion broder angehört. ich thematisiere das nicht einmal und denke auch nicht darüber nach. ich setze mich mit ihm rein inhaltlich auseinander.
und fritz, ich spreche auch nicht über den islamismus im iran, sondern über den islam in europa und österreich. und doch, da muss man auch dort deutlich trennen. das is wie der unterschied zwischen dem religiösen christentum und dem politischen katholizismus.
@Tom Schaffer: und welchen islamischen, aber nicht islamistischen, Staat gibt es, wo Moslems die Mehrheit stellen, aber sich die Mullahs dennoch nicht in die Politik einmischen und ihre religiösen Vorstellungen durch Zwangsbeglückung der Bevölkerung verwirklicht sehen wollen?
die türkei und einige staaten in afrika zB …
übrigens finde ich schon die nutzung des begriffes mullah bei dir ein bisserl alarmierend.
@Tom: naja, was erwartest du dir, wenn der Begriff “Mullah” verwendet wird?
Die korrekte Antwort auf FritzLiberal’s Frage in (42) ist übrigens: jedes moslemische Land ausser dem Iran. Etwas mehr Sachkenntnis (oder zumindest Recherchewillen) über den Islam und/oder weniger islamophobe Vorurteile hätten wohl dazu geführt, dass FritzLiberal gemerkt hätte, dass “Mullah” ein sehr allgemeiner Begriff der Schia ist (und auf jeden Geistlichen, vom Talib bis zum Großayatollah zutrifft), und ausserhalb von schiitischen Ländern keine Relevanz hat.
@Tom Schaffer: nun, in der Türkei wurde der Einfluss des Islam auf die Gesellschaft durch Atatürk mit ziemlich brachialen Methoden eingeschränkt. Ich darf aus wikipedia zitieren:
“Auf die Abschaffung des Kalifats ließ er ein äußeres Zeichen prowestlicher Säkularisierung folgen, indem er den Hut als männliche Kopfbedeckung propagierte anstelle des für das ganze Osmanische Reich typischen Fes’. Am 2. September 1925 wurde das Tragen religiöser Trachten wie Pluderhosen und Turbane verboten. Ausgenommen waren nur islamische Geistliche bei der Verrichtung ihres Amtes in der Moschee oder bei Beerdigungen. Wer fernerhin in der Öffentlichkeit mit Fes angetroffen wurde, riskierte eine Gefängnisstrafe. In Ostanatolien erhob sich gegen die Hutrevolution teilweise erbitterter Widerstand, der mit Verhängung des Ausnahmezustands, scharfen Polizeimaßnahmen und Verhaftungen beantwortet wurde. Von sogenannten Freiheitsgerichten wurden in diesem Zusammenhang sogar 138 Todesurteile ausgesprochen.”
Hm - Verbot von islamischen Kopfbedeckungen? Woran erinnert mich das doch gleich? Siehst du diese Art von Politik als mögliches Vorbild für Österreich?
Und zu deinen im letzten Satz zutage getreten Phobien kann ich dir leider nicht helfen.
@fritz:
http://derstandard.at/?id=3187280
DAS ist ein guter artikel zum thema
und du glaubst, dass das christentum hier vollkommen friedlich zu einer weitgehenden taufscheinreligion zurückgedrängt wurde? ging das europäische abendland denn deiner meinung nach aus dem nichts hervor und erstrahlte über nacht in säkularität und freiheit? im übrigen wirst du dich entscheiden müssen, ob du “dem islam” nun auch die verbrechen vorwirfst, die gegen ihn begangen wurden.
und der beweis, dass ein demokratiekompatibler islam kein hirngespinnst ist, wird auch von den hunderttausenden gut integrierten moslems hier in österreich täglich angetreten - und millionen anderen im restlichen europa. die integrationsleistung unserer gesellschaft und das persönliche engagment unserer muslimischen mitbürger, das auch von sich erreichen zu wollen, derartig zu schmälern und geringzuschätzen, indem man dem islam einfach eine undemokratische kriegshaftigkeit ankreidet, ist für mich unerhört. niemand soll probleme verschweigen, aber diese pauschale hetze gegen einen angeblich homogenen, gefährlichen islam muss aufhören.
du hast nach einem säkularen staat mit muslimischer mehrheit gefragt, die türkei ist ein beispiel dazu. eines mit äußerst positiver zukunftsperspektive und der möglichkeit zur beweisführung, dass auch ein kompletter muslimischer staat nach europäischen maßstäben moderner demokratien möglich ist, wenn man mir die bemerkung erlaubt.
@Tom Schaffer: der von dir genannte Artikel ist eher seltsam. Selbstverständlich muss man das Verhalten von Personen der Geschichte aus heutiger Sicht beurteilen könnnen. Selbstverständlich war Dschingis Khan ein Massenmörder, auch wenn das Niedermetzeln von feindlichen Soldaten wie auch von Zivilisten damals zum guten Ton gehört haben mag. Selbstverständlich ist die Sklaverei in den USA vor dem Sezessionskrieg abzulehnen, auch wenn damals das Verkaufen von Menschen wie Vieh auf Märkten en vogue war. Und selbstverständlich kann man Moses Kriegsverbrechen vorwerfen. Nur bei Mohammed darf man das natürlich nicht, weil un-PC. Die Heuchelei trieft aus jeder Zeile dieses Artikels.
Und noch einmal bezüglich Atatürk: er hat gegen den gesellschaftlichen Einfluss des Islam im wesentlichen genau die gleichen (und schlimmere) Methoden angewendet, wie die FPÖ sie verlangt. Insofern taugt die Türkei nicht wirklich als strahlendes Beispiel für die gelungene friedliche Säkularisierung.
@Frodo Ben Frodistan: aha. Saudi Arabien z.B. ein säkularer, demokratischer Staat? Klingt sehr plausibel.
Kommentar #47 ist von mir
du solltest den artikel nochmal lesen. da steht nämlich eigentlich nichts so, wie du das liest.
zum rest geb ichs auf bei dir. ich nehm nicht an, dass wir uns heute einig werden.
Apropos Atatür: der hat lt. wikiquote seinerzeit ein ganz pöhsartiges Zitat gegen Mohammed und den Islam vom Stapel gelassen:
http://de.wikiquote.org/wiki/Kemal_Atat%C3%BCrk
5.Zitat in der Kategorie “Überprüft”; ist also authentisch.