Spezial-Beitrag: Wir sind Opfer! - Alles beim Alten!

70 Jahre ist es also her, dass Österreich Teil des “Deutschen Reiches” unter Nazideutschland wurde. Wenn man Geschichte studiert, ein bisserl in der Geschichtsstunde in der Schule aufgepasst hat, wenn man Zeitung liest oder das Medium Internet sinnvoll nutzt, fragt mich sich schon: Wozu denn noch diskutieren? Gewiss: Das Thema gehört alleine nur deswegen diskutiert, eine Erinnerungskultur zu etablieren. Doch in der österreichischen Diskussion geht es nicht darum, geschichtlicher Verantwortung nachkommen. Die Frage dreht sich stets nur um die Opferthese. Man ist also noch immer geistig im Kriegsende 1945 steckengeblieben. Das ist armselig, ja intellektuell eine Beleidigung, aber typisch österreichisch.
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Veröffentlicht in: on März 11, 2008 at 12:51 Kommentare (3)

Der lästige Jude

Noch immer leidend an den Nachwirkungen einer fürchterlichen Grippe, bin ich dennoch in der Lage, einige Worte über die internationalen Ereignisse der ersten Märztage 2008 zu schreiben. Immerhin habe ich doch trotz diverser Fieberschübe die Perversion der psychosoziologischen typologisierten Reflexe rund um die Nahost-Ereignisse ertragen müssen. Es hätte keine Grippe gebraucht, um massenhaft Brechreiz bei mir zu erzeugen.
Der Antisemitismus schläft nicht. Er lebt weiter, aber völlig anders, sich stets der Situation anpassend. Nur eines bleibt stets immer: Er ist und bleibt ekelerregend, primitiv und abartig.
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Veröffentlicht in: on März 8, 2008 at 4:20 Kommentare (1)

Krank

Beitrag fällt für diese Woche aus

Veröffentlicht in: on März 1, 2008 at 10:46 Kommentare (1)

Um Gottes Willen – Über Küng und einige verwirrte “Standard”-Leser

Dass Männer der Kirche nicht unbedingt gute Journalisten sein müssen, haben Krenn und Schönbörn in der Krone schon reichlich bewiesen.
Warum aber ausgerechnet ein als liberal geltender, kirchenkritischer Theologe seine erschreckenden, konfusen und weltfremde Ansichten in einer österreichischen Qualitätszeitung veröffentlichen darf und dafür auch noch vom “Standard” langfristig engagiert wird, ist hiermit eine entscheidende Frage. Bloggerkollege “Lindwurm” hat die Causa bereits analysiert, insofern erspare ich mir eine genauere Konfrontation.
Es ist ja nicht so, dass ich dem Herrn Küng verbieten möchte, seinen Stuss per Leserbrief verbreiten zu können. Doch das ausgerechnet jene Zeitung, die ich fast schon einmal aufgrund ihrer Ausnahmestellung in Österreich als Heiligtum verehrte, einen Mann mit antiamerikanischen und kruden antiisraelischen Thesen als regelmäßigen Kolumnenschreiber unter Vertrag nimmt, bereitet qualitätsbewussten Lesern Schmerzen.
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Veröffentlicht in: on Februar 22, 2008 at 7:00 Kommentare (5)

Old Austria

Als Donald Rumsfeld halb Europa als “old europe” bezeichnete, weil einige Länder die Frechheit besaßen, nicht einer Kriegslegitimationslüge nachzulaufen, war diese Bezeichnung schon ein Kompliment. Dass eine etwas abgewandelte Bezeichnung im anderen Zusammenhang gar nicht mal so dumm ist, hat man im ORF-Club 2 gesehen, als die ÖVP nach dem “Kriegsminister” Kuckacka einen vergessenen Alt-ÖVP Haudegen namens Lichal an die Front schickte, und damit ihn und die ÖVP in ihrer peinlichen Verteidigungsstrategie rund um die Causa Haidinger mehr als blamierte. Lichal und Co. repräsentieren momentan das “Old austria”, unerträglich, verfroren, und veraltet zugleich.

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Veröffentlicht in: on Februar 16, 2008 at 1:23 Kommentare (3)

Österreich als “Little Italy”

Die Causa Haidinger und die Tschad-Hysterie zeigen, dass Österreich in Wahrheit schön längst zu einer sogenannten Bananenrepublik mutiert ist. Österreich präsentiert sich als ein “Little Italy”, einerseits einer der reichsten Staaten der Welt, andererseits aber an Provinzialität in Mitteleuropa nur mehr von “Big Italy” zu überbieten. Sowohl politisch, als auch gesellschaftlich gerät Österreich immer mehr im internationalen Vergleich ins Hintertreffen. Warum dieses Land seinen wohlhabenden Status langfristig nicht mehr aufrecht erhalten wird, und was Haidinger und der Tschad uns über Österreich erzählen, versucht dieser Artikel zu erforschen.
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Aus “Liberal in Austria” wurde “Liberal weekend”

Da bekanntermaßen bei mir ein Internetanschluss nur mehr am Wochenende möglich ist, wird das tägliche Bloggen eingestellt, und stattdessen auf einen Wochenend-Blog umgesattelt. Der Titel “Liberal in Austria” wird daher in “Liberal weekend” umgeformt, die normale Domain (liberalinaustria.wordpress.com) bleibt jedoch erhalten.
Treue Besucher bitte ich, weiterhin die Treue zu halten, auch wenn es nur mehr am Wochenende 1-2 - dafür recht umfangreichere - Beiträge geben wird. Wer weiß? Vielleicht wird die Qualität auch dadurch wieder etwas höher.
Die Ziele des Blogs bleiben gleich und stehen auf der Seite “Über das Blog!”. Nur wird nun die Situation dazu genutzt, die Qualität durch wenigere, aber hoffentlich bessere Beiträge zu erhöhen.

Ich bitte um euer Verständnis und freue mich auf die zukünftige Ausrichtung des Wochenend-Blogs zum Wochenend-Kaffee!
Gruß

Veröffentlicht in: on Februar 5, 2008 at 3:36 Kommentare (10)

“Liberal in Austria” macht entgültig Schluss!

Politisches Bloggen sollte vornehmlich eine Freude bereiten. Freude am Schreiben, am Nachdenken über Politik, am diskutieren und fabulieren. Politisches Bloggen hat vor allem eine Vorraussetzung: Zeit, Zeit, Zeit.
Politisches Bloggen hat die Grundvorraussetzung, einen täglichen Internetanschluss zu besitzen. Alle diese Vorraussetzungen kann ich unglücklicherweise nicht mehr bieten.
Der Internetanschluss könnte im besten Falle wöchentlich möglich sein - Zu wenig für ein Blog, das täglich zwischen 300-500 User begrüßen darf. Wenn man durch einen Umzug in die Stadt einen neuen Lebensabschnitt beginnt, kann man leider nicht immer automatisch einen Internetanschluss miteinberechnen. Das ist nun einmal so.
60.000 Klicks und einige Veröffentlichungen in der Tageszeitung “Die Presse” sind nicht schlecht als Bilanz.
Dennoch hat einiges nicht ganz funktioniert. Es fängt bei den vielen Usern an, die zwar mitgelesen, aber nicht mitdiskutiert haben. Gerade viele Österreicher zogen es vor, zu schweigen. Beweis für die mangelnde Diskussionskultur in diesem Lande, die Debattenkultur ist noch immer recht unterentwickelt.
Zweitens wurde es nicht geschafft, in Österreich einen liberalen Blog-Thinktank zu erstellen. In Deutschland gibt es zig liberale Blogs mit den unterschiedlichsten Strömungen. Die Autoren halten zusammen, auch wenn sie oft unterschiedlicher Meinungen sind. Sie respektieren sich gegenseitig. In Österreich ist das nicht möglich, warum auch immer.
So haben mir die andauernden niveaulosen Streitigkeiten - auch unter speziellen österr. Bloggern - die Freude am Bloggen genommen. Sicherlich: Wer etwas veröffentlicht, darf nicht zimperlich sein. Sager wie “Du tickst doch nicht richtig!” öffentlich zB von einem anderen Blogger ins Gesicht geschrieben zu bekommen hat jedoch nichts mehr mit dem Bloggen an sich zu tun. Meinungsverschiedenheiten gehören zum Bloggen dazu, die Frage ist jedoch, auf welchem Niveau diese Meinungsverschiedenheit ausgetragen wird.
Dass jedoch die altbekannten Themen des Blogs - Antisemitismus und Antiamerikanismus - gerade in Österreich für Gegenwind sorgen würden, war mir natürlich bekannt. Liberale Gedanken sind in Österreich ohnehin verpönt. Dies entschuldigt aber keine Respektlosigkeiten und Unhöflichkeiten.
Wenn du dann auch leider mitbekommen musst, dass deine Blogbeiträge ohne deine Zustimmung politisch missbraucht werden, dann bekommt man angesichts der geschilderten Problematik den “Schreibfrust”.

Daher ziehe ich es in Zukunft vor, mein Leben ohne das Bloggen zu genießen, mich auf mein Studium und das “real life” zu konzentrieren, und wieder meiner Lieblingsbeschäftigung ab und zu im Net nachzugehen: Deutsche liberale Blogs zu durchforsten, hochqualitativ, weltoffen, kritisch und intelligent, jene Blogs, die mich eigentlich zum Blogprojekt “Liberal in Austria” animiert haben.
Leider sind derartige Blogs im heutigen Österreich nicht sinnvoll durchzusetzen.

Neues Blogkonzept, siehe “Aus Liberal in Austria wird Liberal weekend!”.

Veröffentlicht in: on Februar 4, 2008 at 8:12 Kommentare (8)

Der neue Antisemitismus

Dass der neue Antisemitismus mitterweile Antizionismus ist, brauche ich nicht mehr zu erwähnen. Eine weitere Form des Antisemitismus hat man in letzter Zeit wieder beobachten können.

Da brechen tausende Palästinsenser durch ein von der Terrororganisation Hamas gesprengtes Mauerloch hindurch, strömen nach Ägypten, um dann halb Ägypten leerzukaufen. Wer da noch Zweifel daran hat, dass dies alles eine seicht gefädelte Propagandaktion der Hamas gewesen ist, scheint entweder kurzsichtig, oder wahrlich dem neuen Antisemitismus verfallen. Denn wie die armen, armen Palästinenser plötzlich an so viel Geld für Fernseher und Kühlschränke kommen konnten, ist nicht bekannt.
Jedenfalls war diese Aktion glaubwürdig genug für einige Europäer, die die Geschichte der Shoah noch immer nicht vertragen haben und die Juden für “lästig” halten. Sie wollen nichts von ihnen hören, sehen, und spüren, die Vergangenheit soll vergessen werden. Bestandteil dieses Denkens ist nicht nur ein grauenhafter Antizionismus, sondern auch die Umkehrung von Ursache und Wirkung. Gipfel war der Libanonkrieg 2006. Hunderte Hamasraketen auf Israel, Entführungen von israelischen Soldaten - null Reaktion der europäischen Öffentlichkeit - aber als sich Israel wehren musste, war die Empörung plötzlich groß. Wie konnte es Israel schließlich abermals wagen, sich nicht zerbomben zu lassen?
Und genau jetzt wird wieder dieser gleichartige Antisemitismus hervorkommen. Heute gab es - laut Experten eine Folge des inszenierten Palästinenser-Exodus - einen Selbstmordanschlag durch Palästinenser.
Selbstverständlich werden da die Kommentare in den Foren des “Standard” und auch sonst wo ziemlich verständisvoll klingen, wie alles, was gegen Israel gerichtet ist. Verharmlosungen werden folgen, Erklärungen und Entschuldigungen für die vernichtende Gewalt an der Tagesordung sein usw.
Denn in Wahrheit würden diese Verharmloser am liebsten selbst dabei mitmachen, Israel vom Erdball zu fegen.

Ja, Israel hat einige Fehler im Nahostkonflikt gemacht. Ja, die Palästinenser leben zum Teil unter schlechten Bedingungen und dies muss gelöst werden. Ja, man darf nicht frühzeitig wie manchmal von anderen gemacht die Antisemitismuskeule ziehen. Dass aber ein Großteil der Palästinenser Terror befürwortet, die Hamas als ihre Sozialstruktur erwählt hat, ist inakzeptabel und zeigt, wer meistens nun einmal im Recht ist.
Die Palästinenser sind es, die größtenteils an ihrer Armut selbst schuld sind, weil sie dem Terror nicht entsagen. Sie sind an ihrer Isolierung schuld, und beklagen sollten sch deshalb über keine Restriktion seitens Israels.

Und schon gar nicht sollte irgendein feiger, antisemitischer Europäer selbstgerecht daherkommen und Israel das Recht auf Selbstverteidigung verwehren. Stattdessen sollte diese endlich Flagge bekennen und zugeben: Uns ist Israel nicht nur wurscht, wir wollen auch Ahmadinedschads Fantasien in die Tat umsetzen, deshalb unterstützen wir ja auch die Bestrebungen der Terroristen. Ist das so schwer, hmmm?

Veröffentlicht in: on at 10:54 Kommentare (37)

Ein Poltron

Was ist ein Poltron?

Ein Poltron ist etwa:

- Der Präsident Pakistans, der ruhig dabei zusieht, wie sein Land als Transitland des Terrors für die Al Kaida und die Taliban benutzt wird, und deshalb selbst die CIA eingreifen muss. Die Top 3 der Al Kaida (!!!) marschierte in Pakistan offensichlich schon länger bekanntermaßen herum, der Staat Pakistan machte gar nichts. Stattdessen musste die CIA mit einer Drohne den gefährlichen Massenmörder selbst töten.

- Deutschland, das noch immer nicht reale Verantwortung im Kampf gegen die Terroisten in Afghanistan übernehmen will. Schon längst selbst vom Terror bedroht, will man schön die Amerikaner und die Allierten die Front - also das Sterben und Töten - überlassen, währenddessen man sich irgendwo im hintersten Eck Afghanistans versteckt. Dass ist dem deutschen Volk auch recht, denn das will eh den ganzen Abzug aus Afghanistan, also nichts anderes als den Rückzug vor den lieben Taliban und der Al Kaida, die Überlassung des afghanischen Volkes einer Steinzeit-Regierung, die statt Fußball im Stadion zu spielen lieber dort Frauensteinigung durchführen möchte.

- Die EU-Mission mit Österreich für den Tschad: Das ist momentan der oberste Poltron. Die EU, die irgendwann einmal Weltmacht sein will, hat schon jetzt die Hosen voll vor einigen militärisch schlecht ausgebildeten und schlecht ausgerüsteten Rebellentruppen.
Dann lieber verschieben oder gleich daheimbleiben, schließlich handelt es sich nur um Afrikaner, gelle?

Veröffentlicht in: on Februar 2, 2008 at 8:33 Kommentare (4)

Wiederauferstehung des Liberalen Forums?

Laut einer “Kurier”-Umfrage wollen 3 % das LIF bei der nächsten Wahl sicher wählen. 24 % wünschen sich ein Antreten des Liberalen Forums.

Das sind doch einmal sehr schöne Nachrichten. Österreichs Parteienlandschaft hat eine eigene liberale Partei bitter nötig. Die Grünen brauchen Unterstützung im Kampf gegen das FPÖ und BZÖ.

Veröffentlicht in: on Februar 1, 2008 at 12:55 Kommentare (7)

Pensionisten-Frust auf der Uni

So, heute wage ich mich gleich aufgrund der Aktualität an ein heikles Thema ran.

Heute stand ich extra 5 Minuten vor 7 Uhr auf, denn um 7 Uhr wurde online eine weitere Lehrveranstaltung zur Anmeldung an der Uni freigeschaltet. Ich war also eine Minute vo 7 Uhr vor dem Computer, stoppte die Uhr, und klickte genau um 7 Uhr auf Anmeldung. Was geschah? Kurzfristig stürzte das System ab. 2 Minuten später musste ich auf dem Bildschirm lesen, dass ich auf die Warteliste kam - als 5.t-gereihter. Alle 25 Plätze besetzt.
Schon jetzt weiß ich, wer mir da wieder einmal den Platz weggenommen hat. Es ist eine Gruppe, die die Unis aktuell überschwemmt, um ihre verlorene Jugend und Bildung nachzuholen. Es ist eine Gruppe, die durchaus uns Junge an der Uni vieles an Erfahrung, Wissen und Bereicherung mitgeben kann.

Aber der Spaß hört sich auf, liebe Pensionisten-Mitstudenten, wenn ihr uns, da wir um unsere Zukunft hoffen und bangen, mit eurem Spaßstudium den Platz in einer begrenzten Vorlesung wegnehmt.
Denn diese Plätze werden von einigen von euch trotz dieser Tatsache radikal gegen die besorgen Jung-Studenten verteidigt. Und auch die Professoren trauen sich gar nichts zu sagen, weil sie gar keine Handhabe haben.

In Bayern gibt es mittlerweile schon Quotenplätze für Pensionisten. Sogar ein eigenes Studium hat man eingeführt.
Bei uns ist bis jetzt nicht einmal eine Diskussion über den Konflikt an Universitäten zwischen Jung und Alt entbrannt.

Veröffentlicht in: on at 7:39 Kommentare (11)

Gusenbauers großartigste Leistung

Gusenbauer unbeliebter als Schüssel - Das muss man einmal zusammenbringen!

Wie recht doch der “Kurier”-Journalist hat: Letztlich muss man schon eindeutig bekunden, dass Gusenbauer hoffnungslos überfordert und für das Amt des Bundeskanzlers nicht geeignet ist. Es ist erstaunlich, wie wenig er einen politischen Instinkt zur Verfügung hat. Wie ein unbedarftes Kind tappt er in jedes Fettnäpfchen.

Die einzige Rettung für die SPÖ wäre, ihren eigenen Kanzler endlich ernsthaft zu hinterfragen. Rechtzeitig.

Veröffentlicht in: on Januar 29, 2008 at 8:05 Kommentare (3)

Vom Ende des Landlebens für einen “Homo urbanus”

Die letzten Tage meines Landlebens sind angebrochen. Es ist an der Zeit, dem Landleben “Aufwiedersehen!” zu sagen.
Der ewige Streit, ob nun ein Stadt- oder ein Landleben besser sei, ist ermüdend. Es hängt immer vom Individuum ab, welches Leben man bevorzugt.

Wenn man allerdings als ein “Homo urbanus” mitten in der ländlichen Provinz geboren wird, wird es irgendwann schwierig. Denn der “Homo urbanus” entwickelt im Laufe seines Lebens immer mehr - entstehend aus seinen Erfahrungen und erlebten Prozessen - Bedürfnisse, die das Landleben auf gewisse Weise unerträglich machen. Da kann das Leben auf dem Lande noch so “schön” sein, noch so “gesund”, “grün” sein. Da können dir die Eltern noch so ein wunderbares Leben ermöglichen: Wenn der Geist des Homo urbanus in dir ist, dann willst du einfach nur weg.

Der “Homo urbanus” ist wie ein innerer Schweinehund, der dich innerlich angesichts der Ärgernisse und Provinzialität auf dem Lande dazu anspornt, so bald wie möglich in die Stadt zu ziehen. Entweder man hat ihn, oder man hat ihn nicht.
Ich habe zum Beispiel schon mit 12, 13 Jahren gemerkt, dass ich ein Stadtmensch bin. Ich liebe die Anonymität, den besonderen Flair, den eine Stadt erzeugt, die Wuseligkeit, historische Bauten - und vor allem ein unendliches kulturelles Angebot. Ich liebe die Vielfalt der Menschen, bunt, verrückt, und völlig anders als jene Menschen auf dem Lande.
Als sich mein Heimatort zur “Stadt” erhob, wurde mein Eindruck vertieft - Ein Ort ohne Kino, ohne regelmäßiges und modernes kulturelles Angebot, Schwimmbad, und ohne ein Nachtleben  musste unbedingt offiziell mit ein paar tausend Einwohner eine Stadt werden. Diese Scheinheiligkeit hat meinen “Homo urbanus” sehr verstärkt.

Die Erfahrung mit Gleichaltrigen haben mich betrübt. Der Alkoholkonsum, die kulturelle Lustlosigkeit, die Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit der Mitjugend war für mich immer schon frustrierend. Nicht, dass die jungen Stadtmenschen völlige Engeln wären. Doch während meiner bisherigen Studentenzeit in der Stadt habe ich unzählige neue Menschen kennengelernt, die mir absolut gleich gesinnt sind. Sowas ist mir am Lande nun einmal nicht passiert.
“Homo urbanus” zieht sich nun einmal magisch an.

Veröffentlicht in: on Januar 28, 2008 at 9:02 Kommentare (0)

Anmeldungsstress

Nur noch 3 1/5 Stunden, dann geht es los, der Anmeldungsstress. Dann werden die Vorlesungen fürs nächste Semester online zur Anmeldung freigeschaltet.
Konkret geht es vor allem und die Seminare, die nur auf 18 Leute begrenzt sind. Daher: Brav warten bis Mitternacht, und dann erbarmungslos mit dem schnellen Computer zuschlagen.

Das ist halt gemütliche Universitätsidylle in Österreich! ;-)

Veröffentlicht in: on Januar 27, 2008 at 9:36 Kommentare (3)